Dienstag, 16. September 2014

Zucchiniboden-Pizza

Seien wir ganz ehrlich.. ich wäre nie drumherum gekommen.
Die Low-Carb Pizzen sind ja auf fast allen Rezepteseiten und sozusagen in aller Munde.

Und da ich ja generell immer gerne Neues ausprobiere, kam es mir doch richtig gelegen, dass meine Mama mir ein paar monstermäßig große Zucchini mitgegeben hat.



Für zwei Pizzaböden aus Zucchini braucht ihr also:

700g Zucchini (die Enden schon abgeschnitten)
3 Eier
100g geriebenen Mozzarella
100g geriebenen Grana Padano
Oregano
etwas Olivenöl
Salz & Pfeffer

Die Zucchini sollten gewaschen und danach fein geraspelt werden. In eine Schüssel geben und mit circa 2 TL Salz vermengen und ca 15 Minuten ziehen lassen.  Danach in ein feines Sieb oder ein Küchentuch geben und das ausgetretene Wasser herausdrücken.

Den Backofen auf 200Grad Umluft vorheizen (bei einer einzelnen Pizza 220Grad Ober-/Unterhitze).

Die Zucchiniraspel nun mit dem Käse und den Eiern vermengen und dann noch mit etwas Salz & Pfeffer & Oregano abschmecken.

Backbleche mit Papier belegen und diese mit etwas Olivenöl bestreichen.

Jeweils eine Hälfte des "Teiges" auf ein Backblech geben und dann mit dem Löffel verteilen, bis man eine runde Fläche hat.
Ab in den Ofen für circa 20 Minuten.

Um die Pizza zu belegen, sollte diese dann erst einmal umgedreht werden. Das heisst, ihr legt ein zweites Backpapier auf den "Teig" und dreht diesen (Pfannenwender und Topflappen sind hierbei behilflich).
Das Backpapier vorsichtig abziehen und dann nach Herzenslust belegen.

Ich habe beide Pizzen mit Pizzatomaten (mit etwas Salz,Pfeffer & Zucker gemischt) bestrichen.
Die eine wurde mit spanischem Schinken, Fetakäse und Paprika belegt. Und die andere bekam eine ordentliche Portion Salami, Paprika und Gouda aufgelegt- jeder halt nach seinem Geschmack.

Nochmal in den Ofen bis der Käse geschmolzen ist (ca. 7-10 Minuten) und danach genießen.









Wir waren (obwohl erst etwas skeptisch) ziemlich begeistert.
Natürlich wollen wir unsere "richtige" Pizza nicht ersetzen durch diese Variante, aber es ist eine tolle Abwechslung. Und wer Zucchini mag, sollte diese Pizza unbedingt mal ausprobieren-es lohnt sich!



Donnerstag, 11. September 2014

Der Herbst ist da.. na dann gibts endlich wieder Kürbissuppe!

Überall springen uns mittlerweile Herbstzeichen entgegen. Neben buntem Laub gehören für mich Kürbisse definitv zum Herbst dazu.
Und so musste ich auf jeden Fall zu dem Kürbishof im Nachbarort als dieser die Saison wieder eingeläutet hatte.
Falls ihr in der Nähe von Unna wohnt, lohnt sich ein Besuch beim Hof Ligges auf jeden Fall. Dort findet ihr eine tolle Auswahl an diversen Kürbissorten und auch die Dekofans werden dort fündig.

Bei meinem ersten kleinen Einkauf landeten also folgende Kürbisschätzchen im Körbchen:


Davon kannte ich bisher nur den Butternut-Kürbis, welcher sich hier zu unserem Favoriten entwickelt hat. Aber da es soo viele tolle andere Kürbissorten gibt, nehme ich gern auch mir unbekannte Sorten mit.

Und da mein Mann ein absoluter Kürbissuppenfan ist, musste natürlich eine Kürbissuppe her.



Für 2-3 Personen (als Hauptspeise) braucht ihr also:
1100g Kürbis (hier war es 900g Sucrine de Berry und 200g Butternut)
3 kleine Kartoffel
800ml Brühe
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Erdnussöl oder anderes Öl

5-6 EL Kokosmilch
etwas Vanillearoma oder Vanillemark
Salz & Pfeffer
Curry
Zimt
Muskat
Zitronensaft


Kürbis, Zwiebel, Knoblauch und Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
In einem Topf Erdnussöl erhitzen, die Würfel hineingeben und etwas anbraten.

Mit der Brühe ablösche, Salz & Pfeffer und Vanille (ich hab ein paar Tropfen hineingegeben) dazugeben und 20min. köcheln lassen.


Danach mit einem Pürierstab pürieren und mit der Kokosmilch und den anderen Gewürzen abschmecken, bis die Suppe den Geschmack hat, der euch überzeugt.
Und da dies bei jedem anders ist, gebe ich hier keine EL Angaben etc an.

Als mögliche Suppentopping stehen bei uns dann immer saure Sahne, Kürbiskernöl und Balsamico-Creme auf dem Tisch.
Dazu gab es auch noch geröstetes Baguette mit Ziegenfrischkäse.






Ein wundervoller Einstand in die Kürbissuppensaison...
Der Plan für die nächste Suppe steht schon.






Freitag, 5. September 2014

Heute gibts eine Copycat-Pizza

Hallo allerseits!

Die meisten von euch kennen ja sicher das Vapiano und wissen das leckere Eessen dort zu schätzen.
Auch ich liebe es und muss mich immer schon am Riemen reißen, um nicht dauernd dort zu essen.

Und was macht man am Besten, wenn man sich das Vapiano zumindest geschmacklich nach Hause holen möchte? Man versucht einfach mal sich ein ähnliches Gericht zu Hause zu machen.

So war es bei mir und der Spinatpizza. Wer im Vapiano eine Spinatpizza bestellt und eine "normale" Spinatpizza erwartet, schaut dann so ähnlich wie ich, als ich diese vor mir hatte.





Der frische Blattspinat wird nämlich erst nach dem Backen  auf der Pizza verteilt. Wirklich lecker und echt einmal etwas anderes!

Und da im Kühlschrank noch eine halbe Tüte Blattspinat auf ihren Einsatz wartete, hab ich kurzerhand beschlossen, mich da auch einmal dran zu versuchen.

Habt ihr auch Lust auf eine solche Pizza?

Dann braucht ihr für 2 Pizzen:

Pizzateig (Rezept gibts hier)
4-5 EL Pesto
1- 1 1/2 Mozzarellakugeln
2 Hände voll frischen Blattspinat
2 normale oder ca. 8 Cherrytomaten (gewaschen und in kleine Würfel)
1 Knoblauchzehe (gepresst)
etwas Zwiebel (in feine Würfel)
Salz & Pfeffer
etwas Olivenöl

Zuerst den Teig wie im Rezept beschrieben herstellen und ruhen lassen.

Den Blattspinat entstielen, waschen und wieder gut trocknen.

Die Tomaten, Knoblauchzehe und die Zwiebel in eine Schüssel geben, mit Salz & Pfeffer würzen und Öl dazugeben. Die finden dann ganz zum Schluß ihre Aufgabe.

Den Backofen bei zwei Pizzen auf Umluft aufheizen (ca. 200Grad) und den Teig in zwei Stücke teilen.
Diese dann auf der bemehlten Arbeitsfläche zu Pizzen formen oder ausrollen und auf die einzelnen Backbleche legen.

Jetzt wird das Pesto und der Mozzarella verteilt (hier ist weniger eher mehr-ich spreche aus Erfahrung) und dann können die Pizzen schon in den Ofen.

Nach 15/16 Minuten sahen die Pizzen schon wunderbar aus und sie durften heraus.

Nun den Spinat mit den Tomaten vermischen und darauf verteilen. Einfach nur lecker!!





 
Dazu noch einen Arizona-Eistee und alles ist supi. (Obwohl die neuen Vapiano-Eisteesorten noch viel besser schmecken als Arizona) Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Beim nächsten Mal werden wir diese Pizza auf dem Pizzastein (auf dem Grill) ausprobieren, damit wird der Teig sicher noch toller.
Habt ihr auch schon einmal Gerichte aus Restaurants nachgekocht?




Mittwoch, 3. September 2014

Autobahnhuhn.. oder Drama-Queen in der Küche

Heute wirds ausnahmsweise mal lang, aber wen das Drama um mich als Pussy des Tages und dem rückgratlosem Hähnchen nicht so interessiert, darf gerne bis zum Rezept runterscrollen.

Es fing alles ganz harmlos an.
Ich habe schon öfters vom ominösen Autobahnhuhn gelesen, mir danach vorgenommen es auch mal zu machen und dann im Wirrwarr von 5678 Rezeptewünschen wieder vergessen.

Aber Instagram sei Dank, präsentierte sich letzte Woche ein kleines Autobahnhuhn auf meinem Handydisplay und so landete beim Einkauf ein nicht ganz winziges Ki-Roy Hähnchen von Rewe in meinem Korb.

Das Drama aber begann erst am Sonntag vormittag: jetzt sollte das Tier mariniert und gleichzeitig dann auch schon in seine entgültige Haltung gebracht werden.(Von wegen Autobahn und so)

Da lags nun mit seinem kleinen Pummelsterz in meine meine Richtung und ich starrte gefühlte 10 Min. mit der Geflügelschere in der Hand darauf.

Um es aufklappen zu bekommen, ist es nötig das Rückgrat herauszuschneiden.
Was bin ich wie ich kleine Pussy um das tote Hähnchen herumgeschlichen "Wo fang ich an?"

Meine Mama war am Telefon schon dazugeschaltet und machte die Situation nicht leichter mit Fragen wie: "Hast du mal geguckt, ob da eine Tüte mit Innereien drin ist?"
Herrje.. jetzt auch noch eine rektale Untersuchung.. hoch den Sterz und es offenbarte sich zum Glück NIX- gähnende Leere. Perfekt!

"Katharinaaaa- jetzt machma hinne! Ich will auch noch kochen" töhnte es aus dem Hörer.
Okay... atmen.. Geflügelschere im Anschlag und los geht es.
Nach dem ersten Schnitt... ach nee (dieses Geräusch).. geb ich jetzt und hier gerne zu, dass mein Mann als Retter in der Not zu Hilfe kam und die Aufgabe (nicht ohne Sprücheklopfen) übernahm.

Dann war ich wieder an der Reihe und ich bugsierte das Hähnchen nun zur Auflaufform, um es dort platt hinzulegen.
Ich hab noch nie soviel über das Tier auf meinem Teller nachgedacht wie heute.
Nicht lachen, aber ich hab mich sogar innerlich entschuldigt, als ich daran rumhantiert hab.

Wir beide essen ja nicht ohne Grund so wenig Fleisch in der Woche, aber ich hab mir vorgenommen zumindest bei Hühnchen in Zukunft auch eher zum "Ganzen" zugreifen- so esse ich nachher (und bereite vorher) wesentlich bewusster, als wenn ich nur ein unförmiges Stück Brustfleisch vor der Nase habe.


Und nun kommt ENDLICH das Rezept:


1,3kg Hähnchen
Marinade aus:
Olivenöl,  2EL PestoRosso, 2 Knoblauchzehen (gepresst), etwas Zitronensaft
(hier solltet ihr euch aber wirklich kreativ austoben und einfach nach Geschmack vorgehen)*
1 Biozitrone
Salz & Pfeffer
Thymian
1-2 Zwiebeln (geschält und in grob geschnitten)
Kartoffeln nach Bedarf (geschält und geviertelt)
2-3 Knoblauchzehen

Ihr schnappt euch also das Hähnchen, eine scharfe Geflügelschere und eine Unterlage. Dann dreht ihr das Tier auf den Bauch und schneidet das Rückgrat mit der Schere heraus.
Falls ihr noch überflüssige Fettlappen findet, würde ich diese auch schon abschneiden. Es kommt ja noch genug Fett heraus.

Das Hähnchen nun mit der Brust nach oben in eine passende Schale oder Form legen und flach drücken (hier und da könnte es noch einmal knacken im Brustbereich).
Die Marinade nach eurer Wahl darauf verteilen (unten auch) und mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank stellen.
Ich habe das ganze über 4 Stunden ziehen lassen.


Nach dem Durchziehen den Backofen auf ca 170Grad aufheizen.
Das Hähnchen aus dem Kühlschrank nehmen (wenn ihr die Pestomarinade genommen habt: das Öl ablaufen lassen) und runherum nun die Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauchzehen und die Zitronenscheiben verteilen.
Salz&Pfeffer, Thymian über die Kartoffeln geben und dann ab in den Ofen, wo das Ganze zwischen 90 und 110 Minuten gart.

Nachdem das Haus dann schon wunderbar duftet, nehmt ihr das Hähnchen nur noch heraus, teilt die Brust, schneidet die Bollen und Flügel ab und dann könnt ihr geniessen.



Ja, der Teller könnte bunter sein (Paprika, Zucchini, Möhren etc pp)

Probiert es mal aus.. es ist wirklich toll.

Und wer jetzt Angst hat vor Spritzerei im Backofen- ich weiß nicht ob es an der niedrigen Gradzahl gelegen hat, aber der Ofen selbst hatte nicht einen Spritzer Fett.



Tipps:
1.Schaut ab und an mal nach eurem Gockel, ich musste gegen Ende der Zeit etwas Alufolie über die erhöhten Teile legen, damit es nicht zu dunkel wird.
2. Als weitere Marinadenvarianten:
*Öl, Paprikapulver, Kräuter und Knoblauch, S&P
*Joghurt, Curry, Honig, S&P, Sojasauce... und und

Und da Salat nicht fehlen darf, gab es dazu noch Kumato-Tomaten mit Büffelmozzarella..




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